Gesund im Winter mit Sanddorn PDF Drucken
Geschrieben von: Angelika Kastner   

 

Die fleischigen orangeroten Sanddornbeeren sind wahre Vitamin C-Bomben. Mit bis zu 900 mg pro 100 Gramm Fruchtfleisch liefern sie Ihnen um ein Vielfaches mehr Vitamin C als Zitronen oder Orangen mit etwa 50 mg pro 100 Gramm. In der nasskalten Jahreszeit eine wertvolle Naturmedizin gegen Erkältungen und eine Alternative zum heißen Zitronensaft.

Bereits drei Löffel SanddoSanddornrnsaft sollen den kompletten Tagesbedarf eines Erwachsenen an Vitamin C decken. Wenn man den Saft nicht pur trinken will, kann man ihn auch in eine Tasse warmen Tee oder in mit Honig gesüßte Buttermilch einrühren.

 

Kraftpaket mit gesunden Powerstoffen

Nicht ohne Grund nennt man den Sanddorn die „Zitrone des Nordens“. Voll mit gesunden Powerstoffen unterstützt dieser Vitamin- und Mineraliencocktail Ihr Immunsystem und regt Ihren Stoffwechsel an: alle B-Vitamine (auch Vitamin B12), mehr Beta-Carotin als jede Möhre, Folsäure (Vitamin B9), die Mineralien Kalzium, Kalium, Magnesium, Eisen, Zink und Mangan.


Der sommergrüne Strauch mit den dornigen Ästen wächst meist auf losem kalkhaltigem Sandboden, an felsigen Hängen oder auf Sanddünen in Küstenregionen. Daher der Name Sanddorn. Bekannt ist das Ölweidengewächs auch unter Namen wie: Weidendorn, Dünendorn, Seedorn, rote Schlehe und Sandbeere. Hellgelbe bis dunkelorange ovale Beeren, botanisch Schein-Steinfrüchte bezeichnet, hängen zur Erntezeit von August bis Anfang Dezember am Strauch. Der ursprünglich aus Nepal stammende Sanddorn kommt in Deutschland vor allem in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, aber auch im Schwarzwald vor.


Und noch ein Pluspunkt: Mit über zwei Prozent ungesättigten Fettsäuren in der Beere liefert sie das Fett gleich mit: Unser Körper kann die enthaltenen fettlöslichen Vitamine A und E sofort verarbeiten. „Sanddorn hilft bei Vitaminmangel-Zuständen und allgemeinen Schwächezuständen und ist ein bewährtes Mittel gegen Erkältungen, Fieber, Rachen- und Mandelentzündungen“, erklärt Medizinerin und Heilpraktikerin Beate Rossbach. Auch bei Erschöpfungszuständen, Appetitlosigkeit und Leistungsschwäche werden die Beeren eingesetzt.
Sanddornöl wirke heilend und entzündungshemmend, fördere, äußerlich angewendet, die Regeneration wund gelegener, entzündeter Haut, schütze vor schädlicher UV-Strahlung und werde auch bei Neurodermitis eingesetzt, so die Chefredakteurin von "Natur & Gesundheit" sowie "Naturmedizin Aktuell".
Die frischen Beeren schmecken sehr herb und sauer und werden daher zu Saft, Sirup, Mus, Tee, Brotaufstrich und Marmelade verarbeitet.


Tipp: Sanddorn zur inneren Anwendung in verschiedenen Zubereitungen können Sie in Apotheken, Drogerien, Reformhäusern und Naturkostläden kaufen. Bevorzugen Sie Bioprodukte, auch wenn sie etwas mehr kosten. Ungesüßter Sanddornsaft ist sehr sauer, als Elixier schmeckt er süß. Je weniger der Sanddorn verarbeitet ist, desto besser ist seine Wirkung.


Auch die Kosmetik hat die orangefarbene Beere und deren heilende Wirkung entdeckt. In verschiedenen Produkten, wie Shampoos, Duschgeelen, Seifen und Gesichtsmasken pflegt das darin enthaltene Sanddornöl schuppige Haare oder trockene, rissige Haut. 

 

Küchentipps

Sanddorn lässt sich in der Küche vielseitig verwenden. Probieren Sie doch einmal einen gesunden Vitaminshake mit Sanddorn:

 

  • Vermischen Sie eine fein zerdrückte Banane mit dem Saft von einer Bio-Zitrone,
  • geben Sie 100 ml Sanddornsaft und 200 ml Buttermilch dazu und
  • würzen Sie mit Zimt.

Erfrischend und lecker zum Frühstück oder als Energiespender für zwischendurch! Und gut für die schlanke Linie. Denn der hohe Vitamin B12-Gehalt der Sanddornbeeren soll die Lust auf Süßigkeiten, Koffein und Nikotin reduzieren, zeigten Studien zur Gewichtsabnahme. Sanddornprodukte eignen sich daher für die fleischlose Ernährung als natürliche pflanzliche Quelle für Vitamin B12 für Vegetarier und Veganer.
Mit Saft und Mus können Sie Müsli, Joghurt und Quark verfeinern. Ebenso Soßen, Suppen oder Salate.


Tipp: Fügen Sie Sanddorn jedoch erst zum Ende des Kochens hinzu, da er sonst seine guten Inhaltsstoffe verliert.

(Foto: Wikipedia)

 

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